Vereinsgeschichte - ASV Niedernhausen

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Vereinsgeschichte

Der Verein

Die Geschichte unseres Vereins.

1970/71  entschlossen sich einige enthusiastische Angelfreunde aus Niedernhausen und Umgebung zu einem aus - heutiger Sicht: kühn - zu nennenden Projekt: Die Errichtung eines eigenen Angelsees.

Bis zu diesem Zeitpunkt, mussten die Niedernhausener Angler, ihren geliebten Forellen in einem kleinen Teich im Niedernhausen Schwarzland nachstellen. Wer diese Anlage kennt weiß, dass dieses Gewässer sicherlich besser als Teichzucht zu beschreiben ist, als die Voraussetzungen eines Angelgewässers erfüllt. Abhilfe musste und sollte geschaffen werden!
Mit der Gründerzeit des Vereins ist der Name Karl Andree sicher untrennbar verbunden. Seinem Engagement, seinem Enthusiasmus und nicht zuletzt auch seiner Beharrlichkeit ist es zu verdanken, das aus einer "fix" erscheinenden Idee, Realität wurde.

Besonders von Interesse ist hierbei, das Karl Andree sogar mit Anzeigen in den lokalen Zeitungen für seine Idee warb. Und es gelang ihm tatsächlich, das Interesse einiger Sportfreunde zu wecken. Nach einem Ortstermin, hier im Theistal und einer Gesprächsrunde im Hotel Engel, nahm das "Projekt" schließlich seinen Lauf.    

Die Angler konstituierten sich.
Die Ziele: einer Vereinsgründung, zum Bau und Betreiben eines eigenen Angelteichs wurden klar umschrieben. Mit ungefähr 20 Sportfreunden(…denen sich dann schnell noch weitere anschlossen) kam es 1971 zur Gründung des Angelsportverein Niedernhausen / Taunus und zur Eintragung ins Vereinsregister. Zum Vorsitzenden wurde Karl Andree gewählt.

Die Gründung des ASV Niedernhausen war somit eine Notwendigkeit, die dem Projekt Seebau unbedingt voraus gehen musste. Half die Eintragung als Verein doch gleich bei der Lösung mehreren schwieriger Fragen. An dieser Stelle, sei zum einen das Schlagwort "Seebausteine" genannt.

Mit den Seebausteinen trug jedes Mitglied, einen Teil zur Finanzierung der Kosten des Projektes bei. Die Bausteine verstanden sich als persönliches Darlehn an den Verein, die zweckgebunden zum Bau des Sees Verwendung fanden.
Zum anderen ermöglichte die Vereinsgründung eine bessere Verhandlungsposition bei den ortsansässigen Behörden und Ämtern. Deren Genehmigungen unabdingbar waren und die,- damals wie heute - nicht immer leicht zu bekommen sind.

Doch Karl Andree wusste was er tat und an welche Hebel man stellen muß.
Und genau so gilt auch heute noch: Beziehungen schaden nur dem, der keine hat! Er selbst verfügte über hilfreiche Kontakte zur Politik und zu den Behörden, die er für die Erreichung seiner Ziele und zum Wohle des Vereins zu nutzen wusste. Wie gut das funktionierte, zeigte sich an der Stiftung eines Pokals, durch den damaligen Hessischen Ministerpräsidenten für die Angler des Waldsees.

Ein weiterer Glücksfall für den Verein, war der Beitritt von Sportfreund Zionek, der als Bauerunternehmer über schweres Arbeitsgerät verfügte und somit die Hauptlast der Erdarbeiten übernahm. Sportfreund Zionek stellte lediglich eine einzige Bedingung - der See sollte eine Insel bekommen! Eine Forderung die von den Mitgliedern zunächst skeptisch aufgenommen wurde.  Glücklicherweise entschloss man sich aber doch zum Bau des Eillandes, welches die Silhouette des Sees bis in die heutige Zeit, maßgeblich prägt.

Auch wenn wir Angler schon so manches Blei und einige super fängige und besonders teure Blinker in den Bäumen unserer lieblichen Insel verloren haben, so glaube ich doch, dass wir Vereinsangler weiterhin bereit sind die Arbeit zu ihrem Erhalt zu investieren. Denn, wie am Bestand einer jeder Insel, so nagen auch an unserer, seit ihrer Entstehung Wind und Wellen!  

Aber gehen wir wieder zurück ins Jahr 71!
Die Genehmigungen zum Bau wurden erteilt und endlich konnte es losgehen.
In der Folge wurden die Pläne vorangetrieben, verfeinert und schließlich in die Tat umgesetzt. So entstand in nur 2 jähriger Bauzeit diese wunderbare Anlage - so wie wir sie heute kennen. Deren wichtigste Installation der mächtige Damm für den Wasseranstau und der Mönch ist. - Für diejenigen Gäste unter uns, die nicht wissen was mit dem Mönch gemeint ist -  Es handelt sich hierbei um den, bei Normalstand, nur wenige cm aus dem See ragende Betonkonstrukt am Damm! Er ermöglicht uns bei Bedarf, das vollständigen Ablassen des Waldsees.

Des Weiteren, wurde die Schutzhütte,
sowie die 4 Aufzuchtteiche für die eigene Forellenaufzucht  und nicht zuletzt
der Brunnen für die Frischwasserversorgung fertiggestellt.  

Ich denke jeder von uns kann nur ahnen, welche Leistung die Gründer damals vollbracht haben.

Unzählige Arbeitseinsätze waren notwendig und unzählige Stunden wurden geleistet.
Ob hier Vorort, mit Pickel und Schaufel
oder zu Hause am Schreibtisch
oder beim Gang zu den Behörden.
Um das zu schaffen, durfte niemals an der Machbarkeit gezweifelt werden.

Ich denke, dass ich im Namen aller spreche, wenn wir den damaligen Gründern und Erbauern unseren Respekt, unseren Dank und unsere Anerkennung
für die erbrachte Leistung ausdrücken.  

Andreas Kraushaar
1. Vorsitzender


 
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